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Den Leader in Bedrängnis gebracht

geschrieben von  Montag, 16 April 2018 14:10

Der FC Koblenz zeigt eine tolle erste Halbzeit. In der zweiten wird er aber vom Leader aus Aarau zu stark gefordert und geht ohne Punkte nach Hause. Der Auftritt macht aber Mut.

von Alessandro Crippa, Koblenz

Als der Schlusspfiff ertönt, jubeln die Gäste aus Aarau und skandieren «Eagles, Eagles»-Rufe. Die Koblenzer bleiben derweil geknickt auf dem Feld stehen, Ernüchterung macht sich breit.

Schämen müssen sich die Koblenzer aber keineswegs, auch wenn sie die zweite Niederlage im zweiten Ernstkampf der Rückrunde eingefangen haben. Gegen den gleichen Gegner ging man in der Vorrunde noch mit 11:0 unter!

 

Chancenplus für die Gäste

Nach den ersten 20 Minuten auf der Eichhalde wusste jeder Zuschauer, dass es nicht noch einmal ein 11:0 geben würde. Koblenz startete mit viel Druck auf den Gegner in die Partie, machte die Räume sehr eng. Torszenen suchte man vergeben. Zumindest bis in die 22. Minute. Dann zog Aaraus Stürmer Altin Gashi ein erstes Mal ab und traf die Querlatte. Glück für Koblenz.

Und sechs Minuten später war es wieder Gashi, der eine Hereingabe über das Tor setzte, obwohl dieses verwaist war. Der Unparteiische hatte zuvor ein Foul am herauslaufenden Torhüter Zimmermann nicht geahndet.

 

Pausenführung für Koblenz

Die erste Koblenzer Chance hatte Haki Hajdini, als er einen Freistoss in die weite Ecke zirkelte. Der junge Mittelfeldspieler fand seinen Meister aber in Torhüter Dardan Kryeziu. Nach 39 Minuten ertönte ein Pfiff, der Entsetzen aufseiten der Gäste auslöste. Labinot Halili war im Strafraum gelegt worden, es gab Elfmeter. Boletin Hasani übernahm die Verantwortung und traf mit einem Fachschuss zur Führung.

Diese Führung baute Koblenz kurz vor der Pause sogar noch aus. Joel Seiler lancierte den in den Strafraum laufenden Luis Di Fonzo. Der im Winter zu Koblenz gestossene Stürmer markierte mit etwas Glück seinen ersten Treffer für seine neuen Farben. 2:0 der Pausenstand, weshalb sich der eine oder andere verwundert die Augen rieb.

 

Aarau kann innert Kürze ausgleichen

Der zweitletzte gewinnt gegen den Leader? Das kann doch nicht sein. So oder ähnlich müssen die Aarauer Trainer zu ihren Spielern in der Kabine gesprochen haben. Denn die Gäste kamen wie die Feuerwehr zurück auf den Platz. Schon nach wenigen Minuten kamen die Gäste ins Spiel zurück, indem ihnen der Anschlusstreffer gelang. Albert Marku verwandelte einen Freistoss direkt.

Und nur sieben Minuten später schloss der zuvor unglücklich agierende Altin Gashi zu. Seine Direktabnahme war schlichtweg ein Zungenschnalzer. Der Ausgleich war Tatsache.

Und Koblenz? Das Heimteam liess sich nach etwas mehr als zwanzig Minuten ein erstes Mal vor dem gegnerischen Tor blicken, der eingewechselte Meriton Shabani scheiterte aber an einem Abwehrspieler.

 

Auf Messers Schneide

Nach 79 Minuten jubelten einige Koblenzer schon, doch der Ball wurde auf der Linie noch geklärt. Da war sie, die grosse Chance zur erneuten Führung. Da Aarau nicht aufgab und den Sieg unbedingt wollte, kam Koblenz noch einmal in die Bredouille. Der Druck auf Zimmermanns Tor wurde immer grösser und schliesslich gelang Altin Gashi in der 88. Minute nach einer perfekt getimten Flanke zum Sieg der Gäste.

Zwar hatte Koblenz in der Nachspielzeit noch einmal zwei Chancen auf den Ausgleich. Bajramis Freistoss war aber kein Problem für Torhüter Kryeziu und Shabani setzte seinen Ball aus 14 Metern über den Kasten. So war die Niederlage Tatsache, Koblenz verbleibt unter dem Strich.

 

Leistungssteigerung ersichtlich

Trainer Gianluca Pasanisi war dennoch aber nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft: «Die ersten 20 Minuten waren genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.» Danach sei man etwas in ein Loch gefallen, habe sich aber wieder gefangen. «Dass die Eagles Fussball spielen können, haben sie im zweiten Durchgang bewiesen.» Dank Gontenschwils Niederlage führt der Koblenzer Gegner die 2.-Liga-Tabelle nun alleine an.

Für Koblenz gilt es derweil nach vorne zu schauen, den Blick auf den nächsten Gegner Spreitenbach zu richten. Mit diesem misst man sich am kommenden Freitag, auswärts im Limmattal. Der Gegner dürfte in Reichweite liegen. Aber auch er braucht dringend Punkte, da er voll in den Abstiegskampf verwickelt ist. Trainer Pasanisi blickt optimistisch voraus: «Heute habe ich eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber letzter Woche gesehen. Daran müssen wir uns orientieren.»

 

Aufstellung Koblenz: Zimmermann; Seiler, Kicaj, Beciraj, Bajrami; Morina (70. Suka), Hasani (75. Merki), Halili, Hajdini (64. M. Shabani), Bamberger; Di Fonzo.

Letzte Änderung am Montag, 16 April 2018 14:51

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