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Nermin Osmani

Klarer Sieg in Turgi

Mittwoch, 26 September 2018 08:55

Die Rheintaler legen ein beherztes Auswärtsspiel hin und gewinnen in Turgi. Das bringt den vierten Tabellenrang und macht den Trainer glücklich.

Alessandro Crippa – Nach der deutlichen Niederlage gegen Windisch wollte der FC Koblenz gestern Abend in Turgi reagieren. Das ist gelungen. Mit einem 1:4-Auswärtssieg im Gepäck konnte die Mannschaft von Cimran Kurtisi und Rosario Vaccaro die Heimreise antreten.

Die Auswärtsmannschaft ging als klarer Favorit in die Partie, hatte Aufsteiger Turgi nach fünf Spielen doch erst vier Zähler auf dem Konto. Noch vor dem Ende der ersten Halbzeit konnte der Favorit durch Stjepan Kovacevic mit 0:1 vorlegen. Mit diesem Resultat ging es in die Kabine.

 

Zwei Doppeltorschützen

Auch nach dem Tee spielte Koblenz trotz schwierigen Platzverhältnissen schönen Fussball. Die nächsten beiden Treffer liessen nicht lange auf sich warten, beide Male zeichnete sich der linke Mittelfeldspieler Kevin Bamberger als Torschütze aus. Ebenfalls einen Treffer erzielen konnte in der zweiten Halbzeit das Heimteam. Der FC Turgi verkürzte auf 1:3, was die Koblenzer aber nicht aus dem Tritt brachte.

Stjepan Kovacevic stellte den Drei-Tore-Vorsprung mit seinem zweiten Treffer am gestrigen Abend wieder her und sorgte so für das klare Schlussverdikt. Es war dies bereits das sechste Tor in der laufenden Meisterschaft des Stürmers. Damit liegt er gemeinsam mit Christian Maier (FC Bremgarten) und Sandro Ravelli (FC Muri II) auf dem dritten Rang in der Torschützenliste.

Auf dem vierten Rang liegt dagegen der FC Koblenz in der Meisterschaft. Nach einem Auftritt, der Trainer Cimran Kurtisi sehr zufriedenstellte, haben die Rheintaler nun 13 Punkte auf ihrem Konto. Mit einem Sieg am kommenden Samstag gegen den Direktkonkurrenten Bremgarten (momentan punktgleich auf Rang drei) wollen sie diesen Stand auf 16 verbessern und an den Freiämtern vorbeiziehen.

«Nur das Tor fehlte»

Mittwoch, 26 September 2018 08:53

Der FC Koblenz spielt gegen Windisch eine mehr als ansprechende erste Halbzeit, geht aber mit einem Rückstand in die Pause. In der zweiten Hälfte läuft alles gegen das Heimteam – und es verliert hoch. Zu hoch.

Alessandro Crippa – «Das Resultat täuscht», befindet Trainer Cimran Kurtisi nach der Partie seiner Mannschaft gegen den FC Windisch. Auf der heimischen Eichhalde dominiert Koblenz besonders in der Startphase, bekundet aber Pech mit zwei Pfosten- und einem Lattentreffer. Im krassen Gegensatz dazu macht Windisch aus seiner ersten guten Möglichkeit ein Tor, Julio Sant Anna traf nach einer Viertelstunde. «Eigentlich hat nur das Tor gefehlt», resümiert Cimran Kurtisi. Man hätte zur Pause deutlich führen müssen.

Gegentore zwei und drei innert Kürze

Nach der Pause bekamen die Gäste schon nach wenigen Minuten einen Penalty zugesprochen – zur Verwunderung aller Beteiligten. Koblenz-Schlussmann Roman Heiniger wehrte den Strafstoss aber bravourös ab und hielt seine Farben so im Spiel. Beim anschliessenden Eckball fing sich Koblenz dennoch das zweite Gegentor ein, Stürmer Dejan Ilic markierte es. Und nur kurz darauf schlug es ein drittes Mal ein, als Julio Sant Anna zum Doppeltorschützen avancierte.

Die Rheintaler waren trotz des Rückstandes weiterhin darauf bedacht, viel für das Offensivspiel zu tun. Sie rannten an – jedoch ohne Glück. Nach einer knappen Stunde blieb ihnen ein Penalty verwehrt, Saven Cimen wurde stattdessen mit der gelben Karte sanktioniert. Nur drei Minuten später flog derselbe Spieler mit gelb-rot vom Platz, weil er im eigenen Strafraum ein Foul beging, das der Schiedsrichter als penalty- und gelbwürdig einstufte.

Kein Grund zur Sorge

Aber auch dieses Mal blieb Roman Heiniger, der auf diese Saison hin vom FC Wohlen zu Koblenz stiess, Sieger im Duell mit dem Penaltyschützen.

Zu zehnt hatte das Heimteam keine Chance mehr, das Spiel noch zu drehen, die Räume für den Gegner wurden grösser und grösser. In der Schlussphase fing sich Koblenz dann noch das 0:4 ein, Mariano Mazzotta trug sich ebenfalls noch in die Torschützenliste ein.

Trotz der Niederlage wollte Trainer Kurtisi den Teufel nicht an die Wand malen. Er sagt: «Wir hatten eine super Trainingswoche und hatten ein gutes Gefühl vor dem Spiel. Dass der Ball nicht ins Tor findet, das kann mal vorkommen.» Bereits am morgigen Dienstag bestreitet Koblenz in Turgi ein Nachholspiel, welches gewonnen werden soll. Zudem kann der FC Koblenz die Rückkehr von Haki Hajdini vermelden, der vom FC Othmarsingen zurückkehrt. Er wird in Bälde spielberechtigt sein.

Aufstellung: Heiniger; Seiler, Z. Jelec, A. Cimen, Bajrami; Suka, S. Cimen, M. Jelec, Bamberger; Bajusic, S. Kovacevic.

Zum Siegen zurückgefunden

Montag, 10 September 2018 14:59

KOBLENZ (ac) – Koblenz spielte im Verlauf der vergangenen Woche bei der 2. Mannschaft des FC Baden und schlug sich lange Zeit gut. Nach 70 Minuten konnte Leotrim Shabani das 2:3 für Koblenz erzielen, nachdem Koblenz in der ersten Halbzeit 1:0 in Rückstand geraten war und nach 62 Minuten den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen musste. Aber die Rheintaler brachten den Vorsprung nicht über die Zeit, in der 82. Minute kassierten sie abermals den Ausgleich. Trainer Cimran Kurtisi war nicht zufrieden mit dem Punkt, hatte sich gewünscht, dass seine Mannschaft den Sieg holt, den sie «schon in der Hand gehabt» habe.

   Am Samstag stand dann das Spiel gegen den FC Spreitenbach auf dem Plan. Den Limmattalern begegneten die Koblenzer schon in der letzten Saison in der 2. Liga. Wie in Koblenz gab es auch in Spreitenbach einen grossen Aderlass, doch viele Spieler konnten nicht adäquat ersetzt werden. So war Koblenz auf der heimischen Eichhalde denn auch der Favorit.

   Bereits nach 20 Minuten war die Partie in die gewünschten Bahnen gelenkt worden. Ivo Bajusic und Stjepan Kovacevic zeigten sich in der 16. beziehungsweise in der 20. Minute für je einen Treffer verantwortlich. Kurz vor der Pause war dann Leotrim Shabani per Penalty zum dritten Mal erfolgreich und kurz nach dem Tee machte Stjepan Kovacevic mit seinem zweiten Treffer endgültig den Deckel drauf. Das 4:0 war eindeutig die Entscheidung zugunsten des FC Koblenz. Die beiden Youngsters Dylan Bilger und Mike Burger trugen sich in der Nachspielzeit aber ebenfalls noch in die Torschützenliste ein. Nach fünf Partien steht Koblenz an dritter Stelle des Klassements, was den ungefähren Ansprüchen genügt. Das nächste Spiel steht am Samstag, 22. September gegen Windisch an.

FC Koblenz mit Auftaktsieg

Montag, 20 August 2018 09:08

Nach dem Abstieg in die 3. Liga ist es beim FC Koblenz zum grossen Umbruch gekommen. Viele neue Spieler und auch ein neues Trainerduo wurden verpflichtet. Vor dem Auftakt hatte Trainer Cimran Kurtisi deshalb berechtigterweise Bedenken, ob sich die Mannschaft genug schnell findet und sich ein Spielsystem aneignen kann.

Am Samstag war die 2. Mannschaft des FC Wettingen zu Gast auf der Eichhalde in Koblenz. Und der FC Koblenz zeigte eine gute Leistung. Nach 18 Minuten traf Neuzugang Marjan Jelec zum 1:0. Danach dauerte es sehr lange, bis die Koblenzer wieder zu etwas Zählbarem kamen. Erst kurz vor Schluss traf der vom FC Dietikon verpflichtete Jelec zum 2:0 und der junge Dylan Bilger setzte mit dem 3:0 in der 88. Minute den Schlusspunkt in dieser Partie.

Angesichts des Sieges war Cimran Kurtisi zufrieden: «Ja, der Sieg freut mich und ich denke, wir haben verdient gewonnen.» Er mahnt aber auch: «Wir brauchen schon noch eine Weile, bis wir noch besser sind und so spielen, wie wir uns das vorstellen.» Wettingen sei aber ein guter erster Gradmesser gewesen. Das nächste Spiel bestreitet Koblenz am Mittwoch auswärts in Villmergen.

Kein versöhnlicher Abschluss

Montag, 11 Juni 2018 05:09

Der FC Koblenz wollte sein vorerst letztes 2.-Liga-Spiel in Kölliken erfolgreich gestalten. Es kam aber anders. Aufgrund diverser Verletzungen, Spieler, die arbeiten mussten sowie Auto- und Arbeitsunfällen musste der Zurzibieter Verein vor der Partie Forfait erklären wegen zu wenig Spielern. Deshalb gewinnt der FC Kölliken die Partie ohne zu spielen mit 3:0. Wie Sportchef Christian Rist aber erklärt, gehe es allen Spielern den Umständen entsprechend gut.

Nun gilt es für die Verantwortlichen der Mannschaft, in Bälde einen neuen Trainer zu präsentieren, der die Mannschaft in der nächsten Saison führt. Zudem müssen Spielergespräche geführt und allenfalls neue Akteure verpflichtet werden. Immerhin wird der FC Koblenz auch in der nächsten Saison in den Genuss eines Derbys kommen. Der FC Döttingen hat nämlich am letzten Spieltag den Aufstieg von der vierten in die dritte Liga realisiert. Die Mannschaft des FC Koblenz bedankt sich vor allem bei den Fans, die immer zahlreich auf der Eichhalde erschienen sind und freut sich, auch in der nächsten Saison auf deren Unterstützung zählen zu dürfen.

Doppelschlag in der Nachspielzeit

Montag, 11 Juni 2018 05:09

Nachdem der Abstieg schon in der letzten Woche besiegelt worden ist, verliert Koblenz auch das zweitletzte Spiel. Gegen Frick gibt es eine 2:4-Niederlage.

von Alessandro Crippa

Das Heimteam feierte am Mittwochabend einen Einstand nach Mass in die Partie. Nach nur gerade zwei Minuten konnte Stürmer Stjepan Kovacevic das erste Mal einnetzen. Der FC Frick schien noch gar nicht auf der Eichhalde angekommen zu sein. Vielleicht hatte man sich aber auch noch nicht an die engen Platzverhältnisse gewöhnt.

Viertes Saisontor für "Stipe"

Nach einer halben Stunde meldete sich dann aber auch Frick in der Person von Roger Herzog in der Partie an. Der Flügelspieler traf zum 1:1-Ausgleich. Mit diesem Resultat ging es auch in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit waren es wieder die Koblenzer, die zuerst treffen konnten. Nach einem Freistoss von Haki Hajdini war es wiederum Stjepan Kovacevic, der für das Tor zuständig war. Er beförderte den Ball mit dem Absatz ins Gehäuse der Gäste. Es war das vierte Saisontor vom Koblenzer Offensivmann, der noch in der Vorrunde zu wenig Spielanteilen gekommen ist.

Genickbruch in der Nachspielzeit

Die Koblenzer Freude währte aber nur kurz. Sieben Minuten nach der zweiten Führung glichen die Gäste abermals aus. Brian Wunderlin erzielte den Treffer.

Koblenz hatte durchaus Chancen auf ein drittes Tor, doch es wollte nicht fallen. So kam es _ einmal mehr in dieser Saison _ knüppeldick für die Rheintaler. In der Nachspielzeit erzielte der Gast aus Frick noch zwei Tore. Erneut Roger Herzog (93. Minute) und Topscorer Durim Ibrahimi (95. Minute) brachten mit ihren Treffern den FC Koblenz um Punkte. Diese hätten zwar auch nichts mehr am Abstieg geändert, aber immerhin dem Gemüt gut getan.

Letzter Auftritt in Kölliken

Morgen Samstagnachmittag hat Koblenz sein letztes Spiel der Saison auf dem Plan. Auswärts wird man in Kölliken antreten und danach in der 3. Liga weiterspielen. Die Mannschaft hofft natürlich auf einen guten letzten Auftritt, auch wenn sie selbst mit einem Sieg am Ende der Tabelle bleibt. Es geht darum, sich mit Würde und einem möglichst positiven Resultat aus der 2. Liga zu verabschieden, aber auch darum, sich nicht noch zu verletzen.

Aufstellung: Zimmermann; Seiler (79. Bajrami), Kicaj, Merki, Aliaj; Suka (69. Bilger), Hajdini, Shabani, Morina; Kovacevic (61. Bamberger), Halili.

Der Abstieg ist Tatsache

Dienstag, 05 Juni 2018 05:08

Für den FC Koblenz ist das Abenteuer in der 2. Liga zu Ende. Gegen Othmarsingen kassieren die Rheintaler eine 4:2-Niederlage und können sich deshalb nicht mehr vor dem Gang in die 3. Liga retten.

von Alessandro Crippa

Es hat nicht sollen sein. Die Fussballgötter meinten es in dieser Saison schon oft nicht gut mit dem FC Koblenz. Auch ein versöhnliches Ende wird es nicht geben, denn der Ligaerhalt kann nicht mehr sichergestellt werden. Koblenz verliert gestern auswärts in Othmarsingen mit 4:2 und bleibt deshalb auf seinen 20 Punkten sitzen. Weil Mellingen, Gränichen und auch Suhr gepunktet haben, wuchs der Rückstand auf den elften Platz auf uneinholbare sieben Punkte an.

 

Torhüter trifft

Koblenz geriet in Othmarsingen sechs Minuten vor der Pause in Rückstand, glich aber in der Person von Haki Hajdini nur eine Minute später wieder aus und ging auch mit dem Unentschieden in die Kabine.

Nach der Pause kam es zwischenzeitlich sogar noch besser für die Gäste aus dem Nordaargau. Nach einer Stunde bekam Koblenz einen Penalty zugesprochen. Wie eigentlich immer trat diesen Cihan Ceylan, der Torhüter. Auch diesmal war der Schlussmann erfolgreich und brachte die Hoffnung auf den Ligaerhalt definitiv zurück.

Zeqiraj bricht den Koblenzern das Genick

Nach einem Eckball fiel aber nach 71 Minuten der Ausgleich zum 2:2, was sich im Nachhinein betrachtet als Genickbruch erwies. Die Koblenzer Kräfte liessen zusehends nach und Othmarsingen entwickelte Druck auf das Gehäuse der Gäste.

86 Minuten waren gespielt, als Gezim Zeqiraj, der Ligatopscorer, den 3:2-Führungstreffer markieren konnte. Es war wie beim Koblenzer Führungstor ein Penalty. Gleich im Anschluss sah Captain Durim Beqiraj noch die gelb-rote Karte. Er wird in der nächsten Partie gesperrt fehlen. In der Nachspielzeit war es dann noch einmal Zeqiraj, der den Koblenzern die allerletzten Hoffnungen nahm, indem er den vierten Treffer für seine Farben schoss.

Ein anständiger Abschied

Nun ist der Abstieg also besiegelt. Es war das grosse Ziel der Koblenzer diesen zu verhindern, doch es sollte nicht sein. Für die abschliessenden Partien gegen Frick und Kölliken gilt es, noch einmal die Kräfte zu mobilisieren und sich anständig aus der besten kantonalen Liga zu verabschieden.

Nächstes Jahr wird man sich in der 3. Liga wieder mit anderen Teams messen. Die Frage ist nur noch, mit welchem Trainer und welchen Spielern. Einen neuen Trainer hat Koblenz bisher noch nicht präsentiert, einige Spieler _ so hört man sagen _ haben allenfalls die Absicht, den Verein zu verlassen. Neue Spieler könnten aber selbstverständlich dazu kommen.

Aufstellung: Ceylan; Seiler, Beqiraj, H. Brkic, Aliaj; Merki; Suka, Shabani, Hajdini, Morina; S. Kovacevic.

Ein starkes Koblenzer Kollektiv gewinnt das Spiel der letzten Chance gegen Fislisbach mit 5:1. Herausragend war dabei ein Rückkehrer. Gerettet ist der Club aber noch lange nicht.

von Alessandro Crippa

Mitte der letzten Woche wurde bekannt, dass sich der FC Koblenz und sein Trainer Gianluca Pasanisi per sofort trennten. Wie würde die Mannschaft die erneute Veränderung – es war bereits der zweite Trainerwechsel in dieser Saison – wegstecken? Die Antwort lautet: überraschend gut.

Die wundersame Rückkehr des Hasan Brkic

Die Mannschaft, die interimistisch von Sportchef Christian Rist, Vize-Präsident Yves Binkert und den beiden verletzten Spieler Boletin Hasani (Kapselriss) und Sahit Buzhala (Rückenprobleme) gecoacht wurde, startete furios. Bereits nach elf Minuten markierte Rückkehrer Hasan Brkic, der grossgewachsene Innenverteidiger das 1:0.

Brkic war für diese Partie in die Mannschaft zurückgekehrt, nachdem er zuvor mit Verletzungen und fehlender Zeit zu kämpfen hatte. Ob er auch in den kommenden drei Spielen auflaufen wird, ist noch unsicher und wird teilweise auch erst spontan entschieden werden können.

Wie die Feuerwehr aus der Kabine gekommen

Mit dem 1:0 gingen die beiden Teams in die Kabinen. Nach dem Tee zeigte sich wiederum Koblenz sehr wach und konnte seine Bemühungen gleich zweimal innert Kürze in Tore ummünzen. Nach 47 Minuten war es Flügelläufer Egzon Morina, der das 2:0 markierte und in der 55. Minute war der zentrale Mittelfeldspieler Jeton Kicaj für das 3:0 verantwortlich. Das war die Vorentscheidung, oder?

Nicht ganz. Fislisbach erholte sich zwischenzeitlich vom Schock gleich nach Wiederbeginn und investierte seinerseits mehr in das Spiel nach vorne. Nach ziemlich genau einer Stunde war es Captain Stefan Furrer, der für die Gäste das erste Tor erzielen konnte.

Härtetest am Samstag

Koblenz aber war an diesem Abend die bessere Mannschaft, zeigte sich wie gewohnt aufsässig und zeigte, dass es die Heimmannschaft war. Die Punkte blieben deshalb in Koblenz. Auch weil Hasan Brkic zwei weitere Tore markierte. In der 69. Minute erstickte er die aufkommenden Hoffnungen der Fislisbacher im Keim, in der 90. Minute setzte er mit dem 5:1 den Schlusspunkt in einer ereignisreichen Partie.

Interimstrainer Boletin Hasani war zufrieden, schaute aber bereits nach vorne auf das nächste, schwierige Spiel in Othmarsingen vom kommenden Samstag: "Klingnau hat sechs Tore gegen Othmarsingen geschossen. Das zeigt uns, dass auch wir gegen sie bestehen können." Weiter meinte Hasani, es dürfe keine Einzelkämpfer geben innerhalb des Teamgefüges: "Wir können nur als Mannschaft bestehen, müssen Spiel für Spiel nehmen und immer 150 Prozent geben!"

Aktuell beträgt der Rückstand auf den elften Platz, den ersten über dem Strich, vier Punkte. In den letzten drei Spielen ist dieser noch wettzumachen, aber natürlich nur mit weiteren Siegen.

Aufstellung: Ceylan; Bajrami, Beciraj, H. Brkic, Aliaj; Kicaj (78. E. Redzic); Suka (75. Bamberger), M. Shabani, Hajdini, Morina (82. Bilger); Halili

Der Zurzibieter Fussballclub entlässt vier Runden vor Schluss seinen Trainer sowie dessen Assistenten. Dadurch erhoffen sich die Verantwortlichen einen Schub für die letzten Spiele.

von Alessandro Crippa

Die Lage ist im Moment ziemlich prekär. Koblenz liegt nach dem Sieg von Spreitenbach gegen Suhr am Dienstag neu am Tabellenende. Der Rückstand auf den elften Platz, den über dem Trennstrich, beträgt sechs Punkte.

Wenn die Saison ab heute Samstag nun definitiv auf die Zielgerade geht, muss Koblenz einen ganz starken Schlusssprint hinlegen. Der Reihe nach bekommt man es mit Fislisbach (Rang 12), Othmarsingen (6), Frick (8) und Kölliken (7) zu tun. Der Abstieg in die 3. Liga ist noch abzuwenden, aber heute Abend – Anpfiff auf der heimischen Eichhalde ist um 19 Uhr – braucht es im Kellerduell gegen Fislisbach einen Vollerfolg.

Die letzte Chance

Nicht mit dabei sein werden Gianluca Pasanisi und sein Assistent Duschko Dundjerski. Am Mittwoch sind die Vereinsleitung und der Trainer, der erst in der Winterpause zu Koblenz gestossen ist, übereingekommen, dass die Zusammenarbeit per sofort beendet wird. Dadurch soll noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gehen, den es vor den anstehenden letzten Partien auch unbedingt braucht. Sonst kann die Mannschaft den Ligaerhalt vergessen.

"Das ist jetzt die letzte Chance, die wir noch haben", sagt Sportchef Christian Rist. Er wird in den verbleibenden vier Spielen mit Vize-Präsident Yves Binkert sowie den verletzten Spielern Bolentin Hasani und Sahit Buzhala die Mannschaft betreuen.

Das Beste gegeben

Für Gianluca Pasanisi war die Rückrunde keine sonderlich erfolgreiche – aus neun Spielen gab es vier Punkte – dennoch ist die Trennung auch für ihn keine Freude. "Ich habe wirklich das Beste versucht", sagt er. Ihm gehe es aber immer um den Club, weshalb er auch verstehen kann, dass der FC Koblenz für den Endspurt noch alles versuchen will, um den Abstieg zu verhindern. Man sei sauber auseinander und er hofft fest darauf, dass die Mannschaft den Sprung auf den elften Rang noch packt.

In Heimspielen hat sich der FC Koblenz aber auch in der letzten, sportlich schwierigen Zeit, meistens ansprechend präsentiert und gute Leistungen abgeliefert. Jetzt fehlt nur noch das zugehörige und so wichtige Erfolgserlebnis. Ob es heute Abend kommt?

Der Rheintaler Zweitligist verliert in Lenzburg gleich mit 8:0. Nach der schwachen Leistung stellt sich zweifelsohne die Frage, ob der Abstieg noch abzuwenden ist.

Die Resignation bei den Koblenzern ist bisweilen gross, auch bei Trainer Gianluca Pasanisi. Seine Mannschaft legte gegen Lenzburg einen sehr uninspirierten Auftritt an den Tag, was alleine beim Blick auf das Telegramm unschwer zu erkennen ist. Nach 28 Minuten netzte Tomislav Bajo nämlich bereits zu 3:0 ein.

Verdutzte Koblenzer

Auch nach dem Pausentee sahen die wenigen Zuschauer auf der Wilmatten in Lenzburg Einbahn-Fussball. Nur das Heimteam erspielte sich Chancen _ und münzte diese auch in Tore um, wenn auch nicht immer. Lattentreffer und Abwehraktionen von Koblenz-Goalie Yanick Zimmermann waren nicht selten gesehen. Dennoch stand es nach einer Stunde 5:0 für den FCL.

Beim 5:0 erlaubten sich die Lenzburger sogar, die Koblenzer zu veräppeln, als Fidan Tafa einen Elfmeter treten konnte und diesen entgegen aller Erwartungen nicht aufs Tor schoss, sondern quer legte. Tomislav Bajo kam angebraust und versenkte das Leder im Tor. Die Koblenzer schauten verdutzt aus der Wäsche.

Sieg gegen Fislisbach ist Pflicht

Zu allem Übel kam auch noch, dass sich zwei Koblenzer verletzten und die Partie nicht zu Ende spielen konnten. Das Positive an der ganzen Niederlage dürften die Resultate auf den anderen Plätzen sein. Die direkten Konkurrenten der Koblenzer verloren ebenfalls, sodass der Rückstand auf das rettende Ufer sechs Punkte beträgt. "Mathematisch ist noch gar nichts entschieden", sagt Gianluca Pasanisi und verweist darauf, dass man mit zwei Siegen absolut wieder im Geschäft wäre.

Dass es aber am kommenden Samstag gegen Fislisbach auf der heimischen Eichhalde unbedingt einen Sieg braucht, ist dem Trainer bewusst. Ohne Punkte rückt der Abstieg näher, als dem FC Koblenz lieb ist.

Aufstellung: Zimmermann; Seiler, Merki, Hasani (30. E. Redzic), Bajrami (44. Aliaj); Buzhala, Halili, M. Shabani, Bamberger (52. Bilger); Di Fonzo, S. Kovacevic.

Aktuell

Meisterschaft 3. Liga
FC Koblenz : FC Bremgarten
Samstag, 29.9.2018 19:00 Uhr

Meisterschaft 5. Liga
FC Koblenz 2 : FC Baden 3
Sonntag, 30.9.2018 16:30 Uhr

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