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Nermin Osmani

Koblenz feiert wichtigen Sieg

Montag, 16 April 2018 14:38

Nach zwei Niederlagen zum Rückrundenstart kann das neue Trainerduo das erste Mal reüssieren. In Spreitenbach gelang dem FC Koblenz ein knapper 1:0 Sieg.

von Alessandro Crippa

Gianluca Pasanisi, der Koblenzer Trainer, sieht den Tatsachen immer ins Auge. Auch nach dem ersten Sieg seit seinem Amtsantritt in Koblenz blieb er demütig. Er nimmt die drei Punkte aus dem Direktduell gegen Spreitenbach noch so gerne mit, meinte aber auch: "Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft zu keinem Zeitpunkt einen Vorwurf machen, aber wir haben spielerisch einfach zu lange nicht ins Spiel gefunden."

Wie Löwen aus der Kabine

Nach dem angesprochenen schwachen Start in die Partie findet der Gast aus Koblenz nach etwas mehr als 20 Minuten ebenfalls in die Gänge. Bis zur Pause fielen aber keine Tore.

In der Pausenansprache machte Pasanisi seinen Schützlingen Mut. Sie sollen sich an das Abgemachte halten und nicht nervös sein.

Das Gesprochene schien Wirkung zu zeigen, die Koblenzer kamen wie Löwen aus der Kabine. Bereits nach neun Minuten in der zweiten Hälfte konnten sie den Führungstreffer bejublen. Haki Hajdini hatten einen Freistoss über die Mauer hinweg ins Lattenkreuz gezirkelt, Shqiptar Hamdiu im Spreitenbacher Tor blieb keine Abwehrchance.

Glück gehabt

Nach dem Tor raffte sich Spreitenbach auf, nahm das Heft wieder in die Hand und setzte Koblenz unter Druck. Einmal wurde es ganz brenzlig, als der Koblenzer Verteidiger Veton Bajrami erst auf der Linie klären konnte.

Im Gegenzug stellte sich Koblenz dagegen nicht allzu clever an, als es in einer Vier-gegen-Zwei-Situation den zweiten Treffer nicht erzielen konnte.

Geduld bewahren

Am Ende sollte es reichen, Koblenz brachte den Vorsprung über die Zeit. Den Sieg wollen die Koblenzer am Mittwoch gegen den FC Mutschellen bestätigen. Dieser hat nach einem starken Rückrundenstart mit zwei Siegen am Samstag gegen Klingnau eine knappe Niederlage einstecken müssen. Die Freiämter liegen für den FC Koblenz absolut in Reichweite, ein weiterer Sieg liegt im Bereich des Möglichen.

Gianluca Pasanisi, der am Mittwoch nicht anwesend sein kann, ruft seine Spieler dazu auf, Geduld zu bewahren. "Wir können noch nicht alles, was wir in der Winterpause zusammen angeschaut haben, aufs Mal umsetzen."

Koblenz: Zimmermann; Seiler, Beciraj, Kicaj, Bajrami; Hasani (70. Merki); Suka, Halili, Hajdini, Bamberger (90. Morina); Di Fonzo (85. M. Shabani).

Den Leader in Bedrängnis gebracht

Montag, 16 April 2018 14:10

Der FC Koblenz zeigt eine tolle erste Halbzeit. In der zweiten wird er aber vom Leader aus Aarau zu stark gefordert und geht ohne Punkte nach Hause. Der Auftritt macht aber Mut.

von Alessandro Crippa, Koblenz

Als der Schlusspfiff ertönt, jubeln die Gäste aus Aarau und skandieren «Eagles, Eagles»-Rufe. Die Koblenzer bleiben derweil geknickt auf dem Feld stehen, Ernüchterung macht sich breit.

Schämen müssen sich die Koblenzer aber keineswegs, auch wenn sie die zweite Niederlage im zweiten Ernstkampf der Rückrunde eingefangen haben. Gegen den gleichen Gegner ging man in der Vorrunde noch mit 11:0 unter!

 

Chancenplus für die Gäste

Nach den ersten 20 Minuten auf der Eichhalde wusste jeder Zuschauer, dass es nicht noch einmal ein 11:0 geben würde. Koblenz startete mit viel Druck auf den Gegner in die Partie, machte die Räume sehr eng. Torszenen suchte man vergeben. Zumindest bis in die 22. Minute. Dann zog Aaraus Stürmer Altin Gashi ein erstes Mal ab und traf die Querlatte. Glück für Koblenz.

Und sechs Minuten später war es wieder Gashi, der eine Hereingabe über das Tor setzte, obwohl dieses verwaist war. Der Unparteiische hatte zuvor ein Foul am herauslaufenden Torhüter Zimmermann nicht geahndet.

 

Pausenführung für Koblenz

Die erste Koblenzer Chance hatte Haki Hajdini, als er einen Freistoss in die weite Ecke zirkelte. Der junge Mittelfeldspieler fand seinen Meister aber in Torhüter Dardan Kryeziu. Nach 39 Minuten ertönte ein Pfiff, der Entsetzen aufseiten der Gäste auslöste. Labinot Halili war im Strafraum gelegt worden, es gab Elfmeter. Boletin Hasani übernahm die Verantwortung und traf mit einem Fachschuss zur Führung.

Diese Führung baute Koblenz kurz vor der Pause sogar noch aus. Joel Seiler lancierte den in den Strafraum laufenden Luis Di Fonzo. Der im Winter zu Koblenz gestossene Stürmer markierte mit etwas Glück seinen ersten Treffer für seine neuen Farben. 2:0 der Pausenstand, weshalb sich der eine oder andere verwundert die Augen rieb.

 

Aarau kann innert Kürze ausgleichen

Der zweitletzte gewinnt gegen den Leader? Das kann doch nicht sein. So oder ähnlich müssen die Aarauer Trainer zu ihren Spielern in der Kabine gesprochen haben. Denn die Gäste kamen wie die Feuerwehr zurück auf den Platz. Schon nach wenigen Minuten kamen die Gäste ins Spiel zurück, indem ihnen der Anschlusstreffer gelang. Albert Marku verwandelte einen Freistoss direkt.

Und nur sieben Minuten später schloss der zuvor unglücklich agierende Altin Gashi zu. Seine Direktabnahme war schlichtweg ein Zungenschnalzer. Der Ausgleich war Tatsache.

Und Koblenz? Das Heimteam liess sich nach etwas mehr als zwanzig Minuten ein erstes Mal vor dem gegnerischen Tor blicken, der eingewechselte Meriton Shabani scheiterte aber an einem Abwehrspieler.

 

Auf Messers Schneide

Nach 79 Minuten jubelten einige Koblenzer schon, doch der Ball wurde auf der Linie noch geklärt. Da war sie, die grosse Chance zur erneuten Führung. Da Aarau nicht aufgab und den Sieg unbedingt wollte, kam Koblenz noch einmal in die Bredouille. Der Druck auf Zimmermanns Tor wurde immer grösser und schliesslich gelang Altin Gashi in der 88. Minute nach einer perfekt getimten Flanke zum Sieg der Gäste.

Zwar hatte Koblenz in der Nachspielzeit noch einmal zwei Chancen auf den Ausgleich. Bajramis Freistoss war aber kein Problem für Torhüter Kryeziu und Shabani setzte seinen Ball aus 14 Metern über den Kasten. So war die Niederlage Tatsache, Koblenz verbleibt unter dem Strich.

 

Leistungssteigerung ersichtlich

Trainer Gianluca Pasanisi war dennoch aber nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft: «Die ersten 20 Minuten waren genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.» Danach sei man etwas in ein Loch gefallen, habe sich aber wieder gefangen. «Dass die Eagles Fussball spielen können, haben sie im zweiten Durchgang bewiesen.» Dank Gontenschwils Niederlage führt der Koblenzer Gegner die 2.-Liga-Tabelle nun alleine an.

Für Koblenz gilt es derweil nach vorne zu schauen, den Blick auf den nächsten Gegner Spreitenbach zu richten. Mit diesem misst man sich am kommenden Freitag, auswärts im Limmattal. Der Gegner dürfte in Reichweite liegen. Aber auch er braucht dringend Punkte, da er voll in den Abstiegskampf verwickelt ist. Trainer Pasanisi blickt optimistisch voraus: «Heute habe ich eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber letzter Woche gesehen. Daran müssen wir uns orientieren.»

 

Aufstellung Koblenz: Zimmermann; Seiler, Kicaj, Beciraj, Bajrami; Morina (70. Suka), Hasani (75. Merki), Halili, Hajdini (64. M. Shabani), Bamberger; Di Fonzo.

Koblenz verliert das Derby

Montag, 26 März 2018 06:42

Der FC Klingnau erwischt den besseren Start in die Rückrunde und feiert einen knappen Derby-Sieg. Zu reden gab vor allem eine rote Karte.

von Alessandro Crippa

Die Verwunderung war allseits gross, als Eddy Bektasi, der Klingnauer Innenverteidiger in der 43. Minute die rote Karte sah, obwohl er gerade ein Tor erzielt hatte. Das Tor zählte nicht, Bektasi spedierte den Ball mit der Hand ins Netz. Der Schiedsrichter war der Ansicht, Bektasi habe ihn täuschen wollen und stellt ihn daraufhin vom Platz. Das war der grosse Aufreger der ersten Halbzeit, spielerische Höhepunkte fehlten auf der Eichhalde.

Klingnau war nach der Pause aber nicht etwa schlechter. Zu zehnt standen sie noch mehr für einander ein, gaben vollen Einsatz. Auf dem kleinen Platz in Koblenz ist eine rote Karte allerdings auch einfacher zu kompensieren als auf anderen Spielfeldern.

 

Zimmermann mit gelungenem Einstand

Klingnaus Trainer Danijel Kovacevic war denn auch zufrieden mit der Leistung seines Teams: «Wir sind hinten sehr gut gestanden und haben meiner Meinung nach schlussendlich auch verdient gewonnen.»

Einen höheren Klingnauer Sieg verhinderte der neue Mann zwischen den Koblenzer Pfosten, Yanick Zimmermann. Der junge Schlussmann vereitelte einige hochkarätige Chancen der Gäste aus dem Städtli. Einmal hätte Nexhdet Gusturanaj am zweiten Pfosten nur noch einköpfen müssen, aber Zimmermann faustete den Ball noch von der Linie weg.

 

Gutes Auftreten

Trotz seiner starken Leistung musste sich Zimmermann einmal geschlagen geben. Nexhdet Gusturanaj verwandelte in der Schlussphase einen Elfmeter zum Klingnauer Sieg. Dieser Elfmeter war allerdings ein strittiger Entscheid. «Da hätte man in einer anderen Szene viel eher einen Penalty pfeifen müssen», meinte Trainer Kovacevic. Aber er nahm auch diesen und freute sich über den Sieg. Zudem lobte er noch die neue Garderobenanlage in den höchsten Tönen.

Trotz der Niederlage konnte auch der neue Koblenz-Trainer Gianluca Pasanisi Positives aus dem Spiel herausnehmen. «Mir hat das Auftreten meiner Mannschaft sehr gefallen.» In der zweiten Halbzeit habe man aber die Geduld verloren und sich nicht mehr ganz an die Vorgaben gehalten, die Struktur verloren. Seine Spieler hätten sich möglicherweise durch die rote Karte gegen Bektasi etwas verunsichern lassen, obwohl es ja eigentlich ein Vorteil hätte sein sollen.

 

Klingnau mit Cup-Einsatz

Aufgrund der Niederlage und den gleichzeitigen Punktgewinnen von Spreitenbach und Fislisbach rutscht Koblenz unter den Strich, ist neu zweitletzter. Klingnau macht einen kleinen Sprung nach vorne, von Rang acht auf Rang sieben.

Für letztere geht es bereits am Mittwoch mit dem Cup-Spiel in Beinwil am See weiter. Danijel Kovacevic plant, einige Wechsel vorzunehmen. Gusturanaj wird gesperrt sein, Bektasi vielleicht auch. Die Bank ist jedenfalls genug breit besetzt.

Koblenz geniesst ein spielfreies Osterwochenende bevor es dann am 7. April mit dem Heimspiel gegen die starken Eagles aus Aarau weitergeht.

 

Aufstellungen

FC Koblenz: Zimmermann; Seiler, Beciraj, Halili, Aliaj; Merki (65. Hasani); Suka (75. Kicaj), M. Shabani (70. S. Kovacevic), Hajdini, Morina; Di Fonzo.

FC Klingnau: Miotti; Juric, Kalyon, Bektasi, Kabashaj; Gjokaj (80. F. Bicvic), Renna, Paraszhidisz, Golaj (75. Thaqaj); Maloki, Gusturanaj.

"Wir schauen nur auf uns"

Freitag, 23 März 2018 10:25

Am Samstag fällt der Start zur Rückrunde im Amateurfussball. Mittendrin sind die beiden Zurzibieter Vereine Koblenz und Klingnau. Sie messen sich gleich zum Auftakt im Derby.

von Alessandro Crippa

Den Satz im Titel sagten beiden Trainer – Gianluca Pasanisi (Koblenz) und Danijel Kovacevic (Klingnau) – als sie gefragt wurden, wie stark sie ihre Gegner vom Samstag einschätzen. Es ist zwar ein Standardsatz, aber dennoch passt er gut. Das Rezept beider Trainer wird am Samstagabend sein, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen. Koblenz und Klingnau wollen über die eigenen Stärken ins Spiel und somit in die Rückrunde finden. Für beide ist dieses Spiel von zentraler Bedeutung. Nicht nur, weil es ein Derby ist.

Premiere für einen der Trainer

Gianluca Pasanisi arbeitet nun seit rund zwei Monaten in Koblenz. Zusammen mit seinem Assistenten Duschko Dundjerski hat er über 20 Männer auf die Rückrunde vorbereitet, die definitiv kein Spaziergang werden wird. Nach etlichen Tagen ohne Ernstkampf freut sich der neue Trainer aber primär, dass es nun endlich losgeht: «Die Mannschaft kann zeigen, was wir zusammen angeschaut und geübt haben.» Zudem wolle der FC Koblenz ein neues Gesicht zeigen. «Was in der Vorrunde alles passiert ist, lassen wir hinter uns», so Pasanisi weiter. Damit meint er die vielen Strafpunkte, die Koblenz wegen Fouls und anderen Regelwidrigkeiten kassiert hat.

Nebenschauplätze ausblenden

Auch die Mannschaft von Danijel Kovacevic muss sich bessern, was die Strafpunkte betrifft. Dem pflichtet auch der Vereinspräsident bei. Er will in der Rückrunde eine faire Mannschaft sehen. Man will sich wieder auf den Fussball konzentrieren und nicht auf die diversen möglichen Nebenschauplätze.

Klingnaus Ziel ist ganz klar, einen Schritt nach vorne zu machen in der Tabelle. Anfangen soll das im Derby gegen Koblenz. Kovacevic hat sich aber nicht allzu sehr mit dem Gegner befasst: «Wir haben uns gut vorbereitet, sodass sich der Gegner uns anpassen sollte – nicht umgekehrt.»

Derby beginnt um 19 Uhr

Beide Mannschaften dürfen auf neue Kräfte in ihren Reihen zählen. Ein grosses Fragezeichen bleibt aber. Nämlich, ob überhaupt gespielt werden kann auf der Eichhalde in Koblenz. Zwar hat Pasanisis Mannschaft in den letzten knapp drei Wochen auf dem Platz trainiert, doch das schlechte und vor allem kalte Wetter zu Beginn der Woche hat dem Platz zu schaffen gemacht. Das letzte Wort haben aber am Samstagabend das Schiedsrichter-Trio und der Verband. Sie entscheiden über Spiel oder Spielverschiebung.

Sollte der Anpfiff tatsächlich um 19 Uhr ertönen, heisst es für beide Mannschaften natürlich höchste Konzentration, viel Kampfgeist zu zeigen, die Emotionen in Griff zu haben und wenn möglichst zu punkten und dem Gegner nichts zu schenken. Oder wie es die beiden Trainer sagen würden: «Wir schauen nur auf uns.»

Der FC Koblenz rüstet auf

Dienstag, 13 März 2018 12:55

Am 24. März beginnt für den FC Koblenz die Rückrunde. Damit die Mannschaft nicht absteigt, hat der Verein neben einem neuen Trainerduo auch mehrere neue Spieler an Bord geholt.

von Alessandro Crippa

Die Vorrunde war eine unruhige. Spiele extrem hoch verloren, dann wieder Favoriten ins Straucheln gebracht. Die Nerven nicht im Griff gehabt und sich so Spielsperren eingehandelt. Dennoch steht man über dem Strich, wenn auch nur knapp.

Im November haben die Verantwortlichen des FC Koblenz ein neues Trainerduo präsentiert, das auf den freiwillig abtretenden Juan Doval folgte. Gianluca Pasanisi und Duschko Dundjerski heissen die beiden Herren und sie hauchen den Zurzibietern neues Leben ein. Mit einem Trainingslager in der Nähe von Barcelona anfangs dieses Monats wurde die Mannschaft für die Rückrunde vorbereitet. Gianluca Pasanisi ist zufrieden: "Wir haben uns in vielen Bereichen gut weiterentwickelt. Wir haben gut gearbeitet und haben uns den Feinschliff für die Rückrunde verpasst. Auch für den Geist und die Seele haben wir ein spezielles Training abbekommen."

Auf fast allen Positionen gibt es Neue

Und genau für diese Rückrunde hat der FC Koblenz einige neue Gesichter vorzustellen. Aber auch Abgänge gibt es zu verzeichnen.

Zum einen wurde Stürmer Luis Antonio Di Fonzo vom FC Rafzerfeld geholt, um den zum FC Würenlingen abgewanderten Leotrim Shabani zu ersetzen. Dieser will nach mehreren Jahren beim FC Koblenz etwas neues in Angriff nehmen.

Im Mittelfeld können die Blau-Gelben gleich mit drei neuen Spielern Aufsehen erregen. Haki Hajdini kommt vom FC Würenlingen zurück, Kevin Bamberger wechselt von Brugg zu Koblenz und Dylan Bilger mit Jahrgang 2001 wird vom Aare Rhy Team übernommen. Diese Zuzüge waren insofern nötig, um die Abgänge von Kastriot Berisha (wechselt zu Windisch) und Ernest Basilua (neu FC Klingnau) zu kompensieren.

Da Torhüter Kris Gräni zum FC Wettingen wechselt und Stammgoalie Cihan Ceylan noch immer gesperrt ist, musste auch auf dieser Position gehandelt werden. Beim FC Koblenz sind neu Yanick Zimmermann (zuvor FC Rafzerfeld) und Biagio Anzalone (Döttingen) im Kader. Neu verfügt Koblenz also über ein Torhüter-Quartett. Der vierte Goalie ist Kastriot Gashi.

Ligaerhalt realistisch

Die Verletztenliste des FC Koblenz ist in der Zwischenzeit etwas kürzer geworden. Weiterhin fehlen zwar Samir Brkic und Benjamin Brügger. Wieder genesen ist Jeton Kicaj, der auch in der Rückrunde mit seinen weiten Einwürfen den Gegner das Fürchten lehren wird.

Trainer Gianluca Pasanisi ist denn auch zuversichtlich, dass sein neues Team eine erfolgreiche Rückrunde spielen wird: "Körperlich wie mental haben wir uns im Trainingslager absichtlich in belastende Situationen gebracht." Dadurch erhofft sich der FC Koblenz, für die Spiele gerüstet zu sein. Pasanisi meint weiter, dass sich seine Mannschaft von Spiel zu Spiel weiterentwickeln müsse. "Wenn wir an das glauben, was wir angefangen haben und das auch weiterziehen, dann bin ich sicher, dass wir gute Resultate einfahren können."

Die erste Chance dazu bietet sich dem FC Koblenz am Samstag, 24. März im Derby zu Hause gegen den FC Klingnau. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Der FC Koblenz präsentiert neuen Trainer

Montag, 11 Dezember 2017 05:58

Nach einer turbulenten Hinrunde steht der FC Koblenz etwa da, wo man ihn erwarten durfte.In der unteren Tabellenhälfte, knapp über dem Strich. In der Winterpause steht der Verein vor viel Arbeit. Besonders der neue Trainer.

von Alessandro Crippa

 

Was es nicht schon alles gegeben hatte in dieser Vorrunde. Überrissen hohe Niederlagen, Siege gegen Aufstiegsaspiranten, viele Strafpunkte und ein Trainer, der seinen Rücktritt angeboten hat. Dennoch kann sich der FC Koblenz über Wasser – oder besser gesagt – über dem Strich halten.

Ein Berner, der nicht Berndeutsch spricht

 

Insider wussten es schon länger. Trainer Juan Doval wurde vom Aargauischen Fussballverband nach einer verbalen Entgleisung bis Ende Jahr gesperrt und bot daraufhin vereinsintern seinen Rücktritt an. Der Vorstand stimmte diesem zu und Sportchef Christian Rist leitete in den Spielen bis zur Winterpause zusammen mit dem bisherigen Assistenten Lars Binkert und dem Vizepräsidenten Yves Binkert die Geschicke.

Der FC Koblenz liess sich bei der Trainersuche Zeit – bewusst. Nun hat der Club den neuen Coach präsentiert. Er heisst Gianluca Pasanisi, ist 40 Jahre alt und er kommt aus dem Kanton Bern, auch wenn man das nicht auf Anhieb denken würde. Pasanisi spricht nämlich ein einwandfreies "Züridüütsch". Seine letzte Station war der FC Rafzerfeld, den er zum ersten Mal in dessen Vereinsgeschichte in die 2. Liga

führte. Zu Beginn der Saison führten aber vereinsinterne Differenzen zur Trennung.

Erhöhte Lebensqualität und ein positiver Eindruck

 

Der zweifache Vater lebt mit seiner Familie seit zwei Jahren in Endingen. Deshalb sagt er über sein neues Engagement: "Das erhöht meine Lebensqualität enorm." Er sei nach den Trainings viel früher zu Hause. Nach Koblenz ist es ja nur "ein Katzensprung". Und Gianluca Pasanisi will sich auch gerne dort integrieren, wo er lebt.

Am vergangenen Montag hat er seine neue Mannschaft kennengelernt und die hat ihm sogleich Eindruck gemacht. Pasanisi sagt, er sei positiv überrascht worden von der Truppe. "Wir haben sehr lange zusammengesessen und hatten einen schönen Abend."

Neu mit Konditions- und Mentaltrainer

Das erste Spiel, das der FC Koblenz unter seinem neuen Trainer bestreiten wird, ist zugleich das Derby gegen Klingnau. Auf der heimischen Eichhalde wird Koblenz am 24. März die Städtli-Kicker empfangen.

Bis dahin ist noch genügend Zeit für den FC Koblenz, die Spielideen und taktischen Konzepte des neuen Trainers einzuüben. Doch welchen Fussball lässt denn der neue Mann an der Seitenlinie, der seinen Assistenten Duschko Dundjerski für Kondition und Mentales mitbringt, spielen? "Ich will eine Mannschaft, die den Ball laufen lässt. Natürlich ist aber im Breitensport- Fussball auch wichtig, dass man aus einer

stabilen Defensive heraus agiert." Zudem will Pasanisi an der Kommunikation innerhalb der Mannschaft arbeiten. Der neue Trainer ist motiviert, das spürt man.

Auch Sportchef Christian Rist zeigt sich erfreut und fügt an: "Wir sind wahrscheinlich der einzige Breitensportverein, der auch auf Mentaltraining setzt." Ob das Konzept zum Erfolg führen wird, steht heute noch in den Sternen. Dem sympathischen "Neo-

Zurzibieter" Gianluca Pasanisi ist es aber auf jeden Fall zu wünschen.

Klingnau gewinnt episches Cup-Derby

Mittwoch, 18 Oktober 2017 06:36

In einer irren Cup-Partie behält Klingnau mit 4:3 das bessere Ende für sich. Die Städtli-Kicker stehen im Viertelfinale, während sich Koblenz nun gänzlich der Mission Ligaerhalt widmen kann.

von Alessandro Crippa

Jeton Kicaj vom FC Koblenz sinkt ausgelaugt zu Boden, als der Schiedsrichter die Partie nach 120 intensiven Minuten beendet. Neben ihm rennen Klingnauer vorbei, feiern den Triumph. «Hauptsache weiter», sagte Trainer Kovacevic unmittelbar nach Spielschluss. Man hat die Last, die von ihm abgefallen ist, quasi sehen können. Klingnau gelingt dank dem Sieg ein Befreiungsschlag. Verbesserungspotenzial ist aber nach wie vor vorhanden.

Ahmetaj eröffnet den Torreigen

Wer dem Spiel erst nach der Pause beiwohnen konnte, der hatte ausser ein paar wenigen Aktionen nicht viel Nennenswertes verpasst. Nach 27 Minuten wurde es nach einem Freistoss von Valon Ahmetaj gefährlich, doch Koblenz-Goalie Kristian Gräni entschärfte die Situation souverän. Und auch nach 41 Minuten konnte sich Gräni gute Noten abholen, als er den Schuss von Arbnor Gjokaj unschädlich machte.

Die zweite Halbzeit aber begann mit einem Paukenschlag. Ein Eckball von Valon Ahmetaj flog auf den ersten Pfosten zu, wurde aber von niemandem berührt. Der Ball flog zwischen Gränis Beinen hindurch, sprang vom Boden an die Latte und von dort hinter die Linie. Eine erste Kuriosität in einer Partie, die noch viel verrückter werden sollte.

Hasan Brkic gelingt der Ausgleich

Hinz und Kunz hatte sich auf dem Sportplatz in Klingnau versammelt, um das zweite Derby in dieser Saison zu sehen. Und die Zuschauer wurden für ihr Eintrittsgeld entschädigt.

Gleich nach dem ersten Klingnauer Tor wollte das Heimteam nachlegen. Nexhdet Gusturanaj lancierte Arbnor Gjokaj, dieser schoss den Ball aber über das Tor. Und auch in der 58. Minute verpasste es Klingnau, ein weiteres Tor zu erzielen. Zuerst klärte Gräni eine Hereingabe von Kabashaj etwas zu kurz, danach wollte sich Adili den Ball zu lange zurechtlegen und am Ende lag der Ball bei Ahmetaj, der ihn am Tor vorbeischoss.

Nach je einer weiteren Chance auf beiden Seiten _ Merki für Koblenz und Ahmetaj für Klingnau _ bekam Koblenz in der 70. Minute einen Freistoss zugesprochen. Der Ball kam zur Mitte und es herrschte das pure Chaos vor Marino Miotti, dem Klingnauer Schlussmann. Hasan Brkic spedierte den Ball schlussendlich ins Tor, worauf grosser Jubel bei den Gleb-Blauen ausbrach. Der erstmalige Ausgleich war Tatsache.

Erneuter Führungstreffer und erneuter Ausgleich innert Kürze

Doch die Koblenzer Freude währte nur kurz. Zwei Zweigerumdrehungen später trat der Klingnauer Freistoss-Spezialist Ahmetaj einen Ball zur Mitte, den Innenverteidiger Bora Kalyon mit dem Kopf ins Tor beförderte. Klingnau führte also schon wieder.

Die Partie war nun ein offener Schlagabtausch. Dann war die Reihe wieder an Koblenz. In der 77. Minute war es dann Tobias Merki, der nach einem Freistoss von Meriton Shabani den Ball über die Linie drücken konnte. Wieder Tor, wieder Ausgleich. Was für eine verrückte Partie!

Beciraj kann zum dritten Mal ausgleichen

Bis zum Ende der regulären Spielzeit blieben die ganz grossen Torchancen aus, obwohl Klingnau ständig am Drücker war. Die Verlängerung musste das Spiel entscheiden.

In der 93. Minute war es wieder der Klingnauer Captain, Bora Kalyon, der den Ball ins Tor beförderte. Die Vorlage kam von Florian Adili. Auch dem fünften Tor war eine Standard-Situation vorausgeganen.

Was jetzt kommt, ist absehbar. Die nächste gute Aktion gehörte dem FC Koblenz. Jeton Kicaj, nach einer Stunde eingewechselt, warf einen Einwurf in den Strafraum, wo Hasan Brkic verlängerte. Am zweiten Pfosten stand Koblenz-Captain Durim Beciraj völlig frei und traf zum 3:3.

Gusturanaj schiesst Klingnau ins Glück

Die Spieler, am Ende ihrer Kräfte, versuchten noch einmal alles. Man bekam das Gefühl, Klingnau sei noch etwas frischer. Und tatsächlich: Florian Adili, der im Mittelfeld rackerte, liess mit einer schönen Körpertäuschung seinen Gegenspieler stehen und bediente seinen Stürmer Nexhdet Gusturanaj. Dieser konnte den Ball am herauseilenden Kristian Gräni vorbeischiessen. 4:3 für Klingnau, es war der Schuss ins Glück. Denn die letzte gefährliche Aktion, einen Freistoss von Meriton Shabani in der 115. Minute, konnte Marino Miotti entschärfen. Aber es brauchte eine Glanzparade.

Die nächsten Gegner im Blick

Fünf Minuten später war Schluss, Koblenz ausgeschieden. Dennoch war Interimstrainer Christian Rist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben gut mitgehalten, das hat jeder gesehen." Nun könne man sich aber voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren, meinte Rist und hielt bereits einige Unterlagen zum nächsten Gegner, dem FC Frick, in der Hand. "Wichtig ist, dass wir die verbleibenden zwei Spiele bis zur Winterpause gewinnen."

Auch Klingnau hat bald das nächste Spiel. Am Samstag trifft die Kovacevic-Truppe auswärts auf den FC Kölliken. Dann wird auch die Abwehr rund um Captain Bora Kalyon im Fokus stehen. Aber gestern Dienstag war er dennoch der Matchwinner mit zwei Toren, oder? "Nein, das bin ich nicht. Sicher nicht, wenn wir hinten drei Tore kassieren", meinte der Innenverteidiger selbstkritisch und meinte, es gäbe noch einiges zu verbessern für die Partie am Samstag.

Dann lief er zusammen mit Danijel Kovacevic davon und genoss den Sieg. Trotz merklicher Verunsicherung setzte sich Klingnau durch. In einem Derby, das alles beinhaltete, was eben zu einem solchen Spiel gehört. Kampf, Tore, Sieger und Verlieren. Es war episch gestern Abend im Grie!

Telegramm:

Sportplatz Grie, Klingnau, 150 Zuschauer. Tore: 46. Ahmetaj 1:0, 70. H. Brkic 1:1, 72. Kalyon 2:1, 77. Merki 2:2, 93. Kalyon 3:2, 99. Beciraj 3:3, 105. Gusturanaj 4:3.

Aufstellungen:

FC Klingnau: Miotti; Juric, Kalyon, Maric, Kabashaj; Gjokaj, Ahmetaj, Paraszhidisz (91. Thaqaj), Adili, Maloki (75. Golaj); Gusturanaj (113. F. Bicvic).

FC Koblenz: Gräni; Seiler, Beciraj, H. Brkic, Aliaj; Suka (73. Alili), Hasani (61. Kicaj), Merki, M. Shabani, Halili; S. Shabani (106. S. Kovacevic).

Bereits zum zweiten Mal empfängt Klingnau diese Saison zu Hause den FC Koblenz. Die beiden Zurzibieter Teams kämpfen morgen ab 20 Uhr um einen Platz im Cup-Viertelfinal. Eine Frage stellt sich aber: Wer ist eigentlich Favorit?

Alessandro Crippa

Morgen werden die Fussballgesetze im Zurzibiet gleich doppelt ausgeschaltet. Erstens gibt es sie in einem Derby nicht _ und schon gar nicht in einem Cupspiel. Morgen gibt es beides in einem. Morgen wird es wieder strahlende Sieger und bitter enttäuschte Verlierer geben. Das ist immer so, wenn Klingnau auf Koblenz trifft.

"Was bisher geschah"

Der Cup-Wettbewerb scheint dem FC Koblenz zu liegen. In der ersten Runde gewann er gegen den SV Würenlos mit 4:1, gab sich gegen den Viertligisten keine Blösse. Auch in der zweiten Runde war ein Viertligist der Gegner _ der FC Turgi. Auch diesen Gegner besiegte Koblenz fast problemlos mit 3:0. Und nach dem jeweiligen Cupsieg gab es auch im nächsten Meisterschaftsspiel einen Vollerfolg, zweimal eher unerwartet. Der Cup bringt den Koblenzern also Glück.

Klingnau schaltete zwar in der ersten Runde den FC Rohr mit 9:1 aus, musste aber in der zweiten Runde kämpfen, leiden und zittern. Erst im Elfmeterschiessen konnte er den FC Frick besiegen. Seit da ist er in der Meisterschaft in ein kleines Loch gefallen, hat in den letzten fünf Spielen nur noch fünf Punkte geholt. Zu wenig für eine Spitzenmannschaft.

Findet Klingnau wieder in die Spur?

Koblenz taucht in der Tabelle nach zwei Siegen plötzlich wieder über dem Strich auf. Trotz vielen Unruhen (gesperrter Trainer, viele Abwesende Spieler) hat es die interimistische Teamleitung geschafft, der Mannschaft den Rücken zu stärken und sie wieder zu Siegen zu führen.

Bei Klingnau bricht zwar noch nicht die Welt zusammen, aber ganz zufrieden ist Trainer Danijel Kovacevic aktuell nicht mit seiner Mannschaft. Zu viele Chancen lässt sie liegen, zu oft verschenkt sie so Punkte. Vielleicht kommt da eine neuerliche Cup-Partie gerade recht, um wieder in die Spur zu finden.

Die Null halten und die Leistung abrufen

Die Bedeutung des Duells ist für beide Mannschaften enorm hoch. Beide wollen unbedingt gewinnen, es geht schliesslich auch noch um Ruhm und Ehre. Koblenz Sportchef und Interimstrainer Christian Rist sagt, man werde mit einem guten Kader auflaufen _ trotz erneutem Fehlen diverser Akteure. Und er fügt an: "Wir gehen ganz ohne Druck nach Klingnau." Man wolle möglichst lange die null halten, im Notfall auch 120 Minuten. "Dann kommt es gut."

Auch für einen Kampf über 120 Minuten wäre Danijel Kovacevics Mannschaft bereit, auch wenn er sagt: "Lieber nicht. Wir müssen am Freitag nach Kölliken zu einem schweren Auswärtsspiel." Doch so weit will der Trainer eigentlich noch nicht denken. Zuerst stehe das Weiterkommen im Vordergrund. "Wenn wir alle zu hundert Prozent unsere Leistung abrufen können, dann kommt es gut." Doch es reiche nicht, fügt der Trainer an, wenn sich jeder ein bisschen zurücknimmt und ein bisschen Kraft sparen will.

Wer ist Favorit?

Letztes Jahr kamen beide Mannschaften nicht weit im Cup, Klingnau wie Koblenz scheiterten in der zweiten Runde. Beide scheiterten im Elfmeterschiessen. Klingnau unterlag auswärts dem FC Mutschellen, Koblenz zog gegen den späteren Cupsieger Gränichen den Kürzeren. Diesmal wird eine von beiden Mannschaften im Cup "überwintern".

Und wer geht als Favorit in die Partie? Der aktuelle Trend würde sagen, es sei Koblenz. Doch das stimmt nicht ganz. Koblenz ist in der Tabelle immer noch hinter Klingnau klassiert und Klingnau hat die eingespieltere Mannschaft. Dennoch: so sonnenklar ist die Favoritenrolle auch nicht mehr beim FC Klingnau, da in der Meisterschaft zurückgebunden wurde _ auch mit Punktverlusten gegen vermeintlich schwächere Teams. Man darf also gespannt sein, welche Geschichten das nächste Derby schreibt. Ab morgen Abend (20 Uhr) wird man es auf dem Sportplatz Grie erfahren.

Neuerliche Überraschung von Koblenz

Montag, 16 Oktober 2017 12:53

Wieder einmal beendet Koblenz eine Siegesserie. Wieder einmal unerwartet. Gegen das drittplatzierte Othmarsingen gab es dank einer starken, konzentrierten Leistung einen verdienten 2:1-Erfolg. Für das morgige Derby im Cup sind die Rheintaler also gerüstet.

von Alessandro Crippa

Jubelsprünge haben sie gemacht die Koblenzer, als der Unparteiische die Partie auf der Eichhalde am Samstag gegen 21 Uhr beendete. Die Spieler vom Inerims-Trainerduo Lars Binkert und Christian Rist hatten soeben den FC Othmarsingen besiegt. Der Sieg von Koblenz war gleichzeitig das Ende der Othmarsinger Siegesserie. Sie hatten zuletzt drei Partien in Folge gewonnen.

Das Trainerduo hatte wohl die richtigen Wort gefunden, um die Mannschaft vor der Partie einzustellen. "Wir wollten allen zeigen, dass wir in diese Liga gehören", meinte Lars Binkert nach der Partie. Das ist gelungen. Koblenz ging konzentriert, fokussiert und mit dem nötigen Kämpferherz in die Partie.

Dritte Chance genutzt

Koblenz wollte gleich von Beginn weg zeigen, wer Herr im Haus ist und tat dies auch hervorragend. Bereits in den ersten fünf Minuten verzeichnete man zwei Grosschancen. Beide Male wurde ein Einwurf Kicajs zu Leotrim Shabani verlängert, doch beide Male scheiterte der Stürmer am Gäste-Torhüter.

Aber in der 15. Minute war das Glück aber auf Koblenzer Seite. Meriton Shabani trat einen Eckball und am ersten Pfosten lauerte der grossgewachsene Hasan Brkic. Via dessen Kopf fand der Ball den Weg ins Netz _ 1:0 füe das Heimteam!

Othmarsingen war stets bemüht, seine spielerischen Fähigkeiten zu zeigen, doch das diese kamen kaum zur Geltung. Koblenz stand hinten sehr solide und machte es dem Gegner beinahe unmöglich einmal gefährlich vor Goalie Cihan Ceylan aufzutauchen.

Nicht nachlassen, sondern weiterkämpfen

In der 28. Minute folgte dann der zweite Treffer für die Rheintaler. Ein weiter Ball in den Strafraum landete bei Labinot Halili, der urplötzlich völlig freistand. Auch er nutzte seinen Kopf und traf ohne grosse Mühe zum 2:0.

Othmarsingen war natürlich bedient. Mit einem 2:0 im Rücken kann es aber gefährlich werden. Schnell ist der Vorsprung verspielt und der Sieg weg. Das wusste auch das Trainerduo von Koblenz und mahnte seine Spieler in der Pausenansprache nicht nachzulassen.

In der zweiten Halbzeit war die Partie umkämpft, doch viele nennenswerte Aktionen gab es nicht mehr. Ausser Leotrim Shabani machte noch einmal auf sich aufmerksam. Der Stürmer nahm eine Flanke direkt ab, der Schuss verfehlte das gegnerische Gehäuse nur knapp.

Zeqiraj kann verkürzen, mehr aber nicht

In der Schlussphase rannte Othmarsingen noch einmal mit aller Kraft an, war auch klar spielbestimmend. Koblenz wehrte sich gegen den Sturmlauf der Gäste, finf sich aber dennoch einen Gegentreffer ein. In der 86. Minute prallte ein Schuss vom Pfosten ab und Gezim Zeqiraj stand richtig. Der Stürmer musste nur noch einschieben und verkürzte auf 2:1. Doch wenig später beendete der Schiedsrichter, der auch eine gute Leistung zeigte, die Partie.

Koblenz hat dank diesem Sieg vier Punkte Vorsprung auf den Trennstrich und liegt auf Platz zehn. Ausruhen ist aber nicht an der Tagesordnung, denn bereits morgen kommt es zum mit Spannung erwarteten Duell mit dem Lokalrivalen Klingnau im Cup-Achtelfinal. Koblenz scheint nach zuletzt zwei Siegen hintereinander gerüstet zu sein.

Aufstellung: Ceylan; Seiler, Beciraj, H. Brkic, Merki; Kicaj; Suka, Hasani, M. Shabani, Halili; L. Shabani.

Koblenz überrascht wieder einmal. Dank einer engagierten Leistung kommt das Team in Fislisbach zu drei Punkten. Die Rheintaler gewinnen mit 2:3.

Alessandro Crippa

Was für eine Abwesenheitsliste, mit der sich der FC Koblenz abfinden musste. Nicht weniger als neun Kaderspieler fehlten verletzt, krank oder ferienhalber. Zum Beginn des Spiels waren genau 13 Spieler anwesend, Kastriot Berisha kam erst auf die zweite Halbzeit. Und dann stand da mit Roger Binder, dem Präsidenten und Lars Binkert, dem bisherigen Assistenten, auch noch ein neues Duo an der Seitenlinie. Juan Doval ist immer noch gesperrt.

Entlastungsangriff bringt Führung

Die Partie begann ausgeglichen, wobei Fislisbach mit zunehmender Spielzeit stärker wurde. Koblenz Torhüter Cihan Ceylan stand immer wieder im Mittelpunkt, rettete teilweise mirakulös. Gegenüber dem Aargauischen Fussballverband gab Interimscoach Roger Binder unumwunden zu, dass man sich nicht hätte beklagen können, wenn man schon früh entscheidend zurückgebunden gewesen wäre.

In der 40. Minute kam Koblenz dann _ endlich war man versucht zu sagen _ einmal wieder selber vor das Fislisbacher Tor. Jeton Kicaj fand mit seinem weiten Einwurf Hasan Brkic, der zum überraschenden 0:1 einnetzte.

Shabani-Dribbling am Ursprung des zweiten Tores

Vorbei war es mit der Koblenzer Herrlichkeit bereits zwei Minuten später. Nach einem Eckball von Fislisbach konnten die Gäste nur bis an die eigene Strafraumgrenze klären. Stürmer Pascal Widmer nahm den Ball direkt und drosch ihn aus 16 Meter in die Maschen zum 1:1 Pausenstand.

In der Pause schien das neuformierte Trainerduo die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Koblenz kam stärker aus den Kabinen zurück auf die Sportanlage Esp. Mit guter Raumaufteilung und solider Defensivarbeit verhinderten die Gäste, dass Fislisbach zu weiteren nennenswerten Aktionen kam. In der 60. Minute konnte sich Leotrim Shabani durch die Abwehrreihen durchtänzeln und bediente im Anschluss den mitlaufenden Besmir Suka mustergültig. Dieser netzte überlegt zum 1:2 ein.

Kranker Besmir Suka am Ende seiner Kräfte

Und knapp zehn Minuten später zeichnete sich Koblenz Stürmer mit der Nummer neun noch einmal aus. Mit einem Steilpass wurde er auf der linken Seite lanciert. Sein strammer Schuss von der Strafraumgrenze war für Fislisbach-Goalie Pfister unhaltbar und das damit verbundene 1:3 kam der Entscheidung gleich.

Nach dem dritten Tor nahm der Trainerstaff zwei Auswechslungen vor und nahm den völlig entkräfteten Besmir Suka vom Feld. Er war krank angetreten und zeigte eine famose Leistung.

Koblenz wieder über dem Strich

In der 93. Minute kam Fislisbach dann noch zu einem Strafstoss und verkürzte auf 2:3. Dies tat der Koblenzer Freude über den Sieg und den damit verbundenen Sprung über den Trennstrich keinen Abbruch.

Die drei Punkte waren verdient, besonders wenn man die zweite Halbzeit anschaut. Koblenz liegt neu auf dem zehnten Rang, darf sich aber keinesfalls ausruhen. Am Samstag geht es mit einem Heimspiel gegen den starken FC Othmarsingen weiter.

Aufstellung: Ceylan; Buzhala, Beciraj, Aliaj; Kicaj; Suka (71. Berisha), M. Shabani, Hasani (75. Hasani), Morina (42. Zigoli); L. Shabani.

Aktuell

Das nächste Heimspiel der 1.Mannschaft gegen den FC Niederlenz findet am 05.09.2015 statt. Anpfiff 19:00 Uhr. HOPP KOBLENZ!!

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